Projektmanagement on demand - ganzheitlich, fundiert, inspirierend inkl. Vorlagen für dein Projekt

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Der #1 Tutorial Podcast für Einsteiger und Fortgeschrittene

Transkript

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00:00:00: Hallo und voll schön, dass auch du wieder da bist.

00:00:04: Ich habe eine Weile nicht gepodcastet!

00:00:06: Jetzt geht's endlich weiter und wir knüpfen direkt an – und zwar die letzte Episode zum Thema Krisenmodus selbst wenn sie schon zweieinhalb Jahre her ist.

00:00:14: Die ist nicht out of date und wir setzen heute noch eins obendrauf.

00:00:18: in dieser Episode geht es nämlich um eine Fuckup-Story.

00:00:22: Meine Fuckup Story... ...die ist schon ein paar Jahre her.

00:00:26: Allerdings habe ich wahnsinnig viel daraus gelernt und wünsche mir natürlich auch für dich und deine Projekte, dass du aus den Dingen die ich falsch gemacht hab was mitnimmst.

00:00:34: Für den Fall dein Projekt steckt gerade in der Krise oder ein künftiges Projekt läuft mal nicht so wie es sollte.

00:00:41: Ja und gleichzeitig macht Die Episode jetzt hier und heute noch greifbar und plastisch, wie du mit der Checkliste aus der Episode-Fürzig zum Thema Krisenmodus am allerbesten umgehen kannst wo auch die Fallstricke liegen beim Manövrieren raus aus der Projektkrise.

00:00:59: Denn so eine Checklist allein, ja, die ließt sich super klar das liegt alles auf der Hand und dann kommt die Realität und überholt einen links oder rechts oder auf allen Seiten gleichzeitig.

00:01:12: Mir ist wichtig, dass du für dich möglichst schnell erkennen kannst worauf es jetzt ankommt was nötig ist und für Dich auch eine Reflektion ermöglicht wo Du genau stehst.

00:01:22: Wie sehr Du das ganze Projekt im Griff hast?

00:01:25: Und wie weit dieses Licht am Ende des Tunnels Deiner Projektkrise noch entfernt ist.

00:01:31: Das Spannende an der Episode hier ist zudem und das macht mich ziemlich stolz Dass ich da jetzt gleich aus meinem eigenen Buch vorlese mein dritten Buch mittlerweile Das ist bei Haufegrad erschienen, hundert Impulse für erfolgreiches Projektmanagement heißt das und ich habe mir vorgenommen den Podcast zu nutzen um dir einfach ab und an mal ein paar Einblicke in das Buch zu geben die was vorzulesen.

00:01:52: Und wie du es gewohnt bist meine Erfahrung auch zu teilen in der Hoffnung dass möglichst viele davon profitieren angefangen jetzt hier heute mit dir ja und deswegen auch Ohne viele Umwege direkt rein in die Episode.

00:02:07: Viel Spaß dabei.

00:02:07: und freu dich ruhig, wenn du ja kennst der Chris.

00:02:10: Dein Struggle den Du damals hattest da bin ich schon darüber hinaus gewachsen.

00:02:14: Das habe ich mal in einer ähnlichen Situation erlebt und deutlich besser hinbekommen!

00:02:19: Denn das zeigt dir dann auch, wie gut du schon heute unterwegs bist.

00:02:23: Wie gut du aufgestellt bist und worauf du auch wirklich stolz sein kannst mit deinen Projekten und dem, wie du daran gewachsen bist als Person, als Charakter, als Mensch der Du bist!

00:02:34: Und dafür sind schließlich Fuck-Up Stories ja auch echt gut und prädestiniert um sich selbst zu freuen und auch erleichterung zu spüren dass du selbst nicht durch all den Mistdurchgehen musstest den du da hörst Irgendwas entlang des Weges besser gecheckt hast, als die Person, die da gerade auf der Bühne ihre Hosen runterlässt.

00:02:54: Los geht's also und ich lass mal die Hose runter und lese dir jetzt den Impuls Nummer einundreißig aus meinem Buch vor zum Thema Task Force Modus!

00:03:04: Hast du schonmal einen Projekt in Schieflage gedreht und aus der Krise gesteuert?

00:03:09: Ohne große Diskussionen waren sich die Teilnehmenden eines Trainings und ich über die Frage, was einen Seniorprojektleiter ausmacht – schnell einig.

00:03:19: Ein Senior-PL kann Krise!

00:03:22: In der vergangenen Podcastfolge haben wir uns dem Thema schon ausführlich gewidmet mit Samtcheckliste wie du dein Projekt wieder aus der Krise manövrierst und sogar gestärkt daraus hervorgehen kannst.

00:03:35: Weil da also schon ein Haken dran ist, möchte ich hier etwas anderes mit dir teilen.

00:03:41: Meine erste Projektkrise und was ich dabei alles falsch gemacht habe?

00:03:46: Die Glocken schlagen hören!

00:03:48: Meine größte Challenge war die Einsicht – also überhaupt anzuerkennen dass mein Projekt in der Krise steckt, denn Einsichten sind manchmal wahnsinnig unbequem.

00:04:00: Die Alarmglocke selbst schlug einst meine Chefin aus Paris Ausgerechnet an meinem Geburtstag.

00:04:07: Ich sitze im Office in München, als ihr Anruf kommt – Chris!

00:04:11: Du musst sofort ins Werk nach Belgien

00:04:13: fliegen.".

00:04:14: Mit keinem Wort erwähnte sie meinen Geburtstag.

00:04:16: Kein Gratulieren und deswegen war meine affektive Reaktion?

00:04:20: Ja klar.

00:04:21: Innerlich kochte ich erst einmal.

00:04:24: Sie schilderte kurz und knapp die Situation.

00:04:27: Der Hochlauf der neuen Fertigungsstraße im Werk lief nicht wie geplant.

00:04:33: In meinen Augen war das erst mal schwer zu glauben.

00:04:35: Gedanklich hatte ich nämlich an das Projekt schon in Haken gemacht, alle Tests verliefen bis dahin ohne nennenswerte Vorkommnisse.

00:04:42: Für die Technik hatte ich seit Projektstart auch einen Lead-Engineer als Subprojektleiter der Verantwortung.

00:04:49: Er war vor Ort, er kannte sich aus und er hatte mich auch bislang noch gar nicht angerufen!

00:04:54: Wie wild konnte es also wirklich sein?

00:04:58: Dafür jetzt das Geburtstagsessen mit meiner Partnerin absagen….

00:05:01: Das wollen wir erst mal sehen.

00:05:04: Heute weiß ich, Ich wollte die Krise schlichtweg nicht wahrhaben Denn ich konnte sie gerade nicht gebrauchen.

00:05:10: Viel zu unbequem Sorry Nicht heute bitte.

00:05:14: So viel erkennst du also schonmal vor weg?

00:05:16: Ich habe die Situation tatsächlich völlig verkannt.

00:05:20: Chaos ist keine Krise!

00:05:23: Ich führte als ein paar Telefonate sammelte mehr Informationen.

00:05:26: Alles wirkte ziemlich chaotisch und schnell wurde mir klar, aus der Ferne funktioniert das so nicht.

00:05:32: Ich musste näher ran Und jetzt verstand ich auch warum meine Chefin mich vor Ort haben wollte.

00:05:37: Doch trotzdem Chaos ist doch erst mal keine Krise.

00:05:42: Drei Stunden später saß ich im Flugzeug.

00:05:44: So richtig glaubte ich aber nicht dass die Lage den Aufwand wirklich rechtfertigte Zumal ich als Wirtschaftsinformatiker technisch sowieso keine große Unterstützung sein würde.

00:05:53: Ich bin schon mal froh, wenn ich mithilfe von YouTube-Videos meine Spülmaschine wieder in Gang bekomme.

00:05:58: Eine ganze Produktionslinie?

00:06:01: Hm... Die Symbolwirkung von Präsenz knadenlos unterschätzt.

00:06:07: Vor Ort angekommen merke ich, dass alleine meiner Anwesenheit schon einen Unterschied machte.

00:06:13: Meine Kollegen bzw.

00:06:14: Kolleginnen im Werk führten sich gehört gesehen und ernst genommen.

00:06:18: Alle waren ziemlich froh das ich da war um mit anzupacken.

00:06:22: All hands on deck We are in this together.

00:06:26: Auf einmal hatten diese Sprüche jede Menge greifbare und vor allem spürbare Substanz.

00:06:32: Inhaltlich braucht es mich jedoch nicht, also fragte ich den Werksleiter – was mache ich hier jetzt außer Helfen Ruhe reinzubringen?

00:06:41: Seine Antwort?

00:06:42: Chris wir brauchen dich um Klarheit in die Lage zu bringen uns zu unterstützen einen Plan zu schmieden und den richtigen Arbeitsmodus zu finden.

00:06:51: Wir hier im Werk haben dreizehn weitere Fertigungsstraßen, um die wir uns kümmern müssen.

00:06:56: Das ist unser Part!

00:06:58: Den Hochlauf von Linie vierzehn den verantworten ab jetzt wie gemeinsam.

00:07:03: Den Arbeitsmodus ändern.

00:07:06: Struktur reinbringen – genau das war also meine Aufgabe.

00:07:09: Bis dato gab es alle zwei Wochen ein Projektmeeting.

00:07:13: Jetzt stellt mir zunächst auf Dailies um und noch am selben Tag wurde klar dass die Hälfte des Teams gar nicht nötig.

00:07:20: Zwei Tage später folgte bereits die nächste Erkenntnis.

00:07:23: Ein Daily am Tag reichte nicht, wir brauchten drei.

00:07:28: Eines mit jedem Schichtwechsel.

00:07:30: Aus jeder Schicht gab es nämlich News und jede neue Schicht brauchte die News.

00:07:34: Der vierundzwanzig Stundenbetrieb im Werk gab also ab nun den Takt vor Die Kehrseite der Transparenz.

00:07:43: Besser wurde diese Situation dadurch zunächst nicht.

00:07:45: Es war ziemlich frustrierend.

00:07:47: ständig draten an den Maschinen neue Probleme auf.

00:07:50: Eine Sache war gelöst, zwei neue kamen dazu.

00:07:54: Das Chaos war weg doch die Krise war da!

00:07:58: Das Gute daran.

00:07:59: immerhin wusste das neu entstandene Kernteam stets sofort über alles bescheid.

00:08:04: keine Anrufe mehr aus Paris.

00:08:06: Die Leitung dorthin lief jetzt in die andere Richtung heiß.

00:08:09: Das Management war sehr besorgt wollte mehrmals täglich Updates.

00:08:14: Jetzt brauchte ich einen Plan für Reporting, da der Part drohte mehr Zeit zu verschlingen als die eigentliche Krisenbewältigung.

00:08:22: Das richtige Reporting – das lief zunächst nicht so gut!

00:08:28: Die Besorgnis schwang um in Nervosität und aus Nervosität wurde Aktionismus.

00:08:34: Plötzlich redeten doch wieder viel zu viele Leute mit und hatten tolle Ideen.

00:08:38: Der Fokus und die Konzentrationen, die im Berg eingekehrt waren gerieten unter Beschuss.

00:08:44: Wieder nahm ich der Werksleiter zur Brust.

00:08:46: Chris, wir brauchen zwar die Unterstützung vom zentralen Management doch ohne das ständige Intervenieren.

00:08:52: kannst du uns da bitte den Rücken frei halten?

00:08:55: Es war nur halb eine Bitte!

00:08:57: Die andere Hälfte war Krieg das Reporting in den Griff.

00:09:02: also richteten wir den Fokus auf das Wesentliche.

00:09:05: was tun wir konkret?

00:09:06: wer arbeitet woran?

00:09:08: Woran messen wir unseren Fortschritt?

00:09:10: welche Themen sind wieder im grünen Bereich?

00:09:13: Es ging nicht mehr darum, alles zu berichten was wir wussten.

00:09:16: Viel wichtiger war eine belastbare Prognose wann der Spuk endlich vorbei sein würde Das wahre Team finden.

00:09:24: Keine Woche später arbeitete sogar der Maschinenlieferant vor Ort im Dreischichtenbetrieb mit.

00:09:31: Der hatte natürlich Nachbesserungs- und Gewährleistungspflichten doch vor allem war klar dass wir ihn nicht wie einen fernen Zulieferer behandeln durften.

00:09:40: Also machten wir dessen Techniker zum festen Bestandteil des Projekt-Kernteams, getreu dem Motto Verantwortung dort lassen wo sie hingehört.

00:09:48: Noch eine Sache die ich vom Werksleiter lernen durfte Wissen wann die Krise vorbei ist?

00:09:56: Nach und nach kehrte Ruhe ein um die Taskforce die jetzt das Kern Team war.

00:10:01: Ich selbst war dennoch weiterhin jede zweite Woche im Werk denn es regnete immer noch Überraschungen Zum Glück mit kleineren Auswirkungen.

00:10:10: Mehr und mehr kehrte Stabilität im durchschnittlichen Output der Linie ein.

00:10:14: Ich zog mich Schritt für Schritt wieder zurück.

00:10:17: Rückblickend hätte ich diesen Übergang viel bewusster gestalten sollen, mit einem klaren Handshake mit der Schichtleitung und dem Performance Management.

00:10:26: Letzteres hat erst irgendwann das Daily übernommen und später alle Abstimmungen in den Regelbetrieb überführt.

00:10:32: Das geschah irgendwie stillschweigend – eine klare Kommunikation aller Krise ist vorüber.

00:10:38: die gab es leider nicht.

00:10:39: Das würde ich beim nächsten Mal auf jeden Fall anders machen, mit mehr Dankbarkeit Wertschätzung und Sichtbarkeit derjenigen die in der ganzen Zeit wirklich wenig geschlafen haben.

00:10:51: Aus Fehlern lernen wir bekanntlich am meisten und deswegen hoffe ich dass du durch meine Geschichte und meine Fehler zukünftig die ein oder andere Abkürzung in deinen Krisen nehmen kannst – und damit auf Zubryans!

Über diesen Podcast

Projektmanagement on demand, dein Tutorial Podcast für Brillanz und Begeisterung im Projekt. Egal ob du Einsteiger bist oder schon ein wenig Projektmanagement-Erfahrung hast, hier findest du auf jeden Fall super viele nützliche Informationen, Inspiration und vor allem praktische Tipps, Vorlagen und Tools, die du direkt an die Hand bekommst …für dich und deine Projekte.

Hier erfährst du Folge für Folge, Thema für Thema, worauf es im Projekt ankommt, wie Projektmanagement richtig Spaß machen kann und wie du andere in deinem Team dafür begeisterst.

Mein Name ist Chris Schiebel. Ich habe mittlerweile über 15 Jahre Projektmanagement-Erfahrung aus den verschiedensten Branchen und auf 2 Kontinenten sammeln können. Heute bin ich als Trainer, Coach und auch Berater im Bereich Projektmanagement unterwegs. Dabei unterstütze ich Unternehmen genau wie Einzelpersonen, bessere, erfrischende und vor allem zeitgemäße Wege zu finden, erfolgreich Projekte zu managen. Egal ob klassisch, agil oder hybrid, mir geht es darum mein Wissen und meine Begeisterung zu teilen. Mit Freude, lebendig und kreativ. Mit Leidenschaft und Stil. Um Farbe und positive Emotionen in das Thema zu bringen. Genau das ist meine Mission.

von und mit Chris Schiebel

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